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10.06.2014

Sturmschäden an meinem Haus – und jetzt?

Starkregen, Sturmböen, Blitze: der Orkan am gestrigen Pfingstmontag brach mit Windgeschwindigkeiten bis zu 144 Stundenkilometern über uns herein und zählt zu den schlimmsten Unwettern NRWs der vergangenen 10 Jahre.

Unwetter

An dem Tag danach werden die entstandenen Schäden erst in vollem Maße sichtbar. Viele von euch werden sich fragen, was in einer solchen Situation zu tun ist und ob die Versicherung für all eure entstandenen Schäden aufkommt. Wir haben die wichtigsten Facts für euch zusammengefasst.

· Schaden­minderungs­pflicht
Nach dem Unwetter musst du dich als Hausbesitzer erst einmal selbst um die vorhandenen Schäden an deiner Immobilie kümmern und dafür sorgen, dass keine noch größeren Schäden entstehen. Das heißt in der Praxis: Wurde beispielsweise ein Fenster deines Hauses durch den Sturm zerbrochen, solltest du die betroffenen Stellen sofort mit einer Plane abdichten, um weiteres Eindringen des Wassers zu verhindern.

· Meldungspflicht bei der Versicherung
Wichtig ist, dass du dich umgehend bei deiner Versicherung meldest und den Schaden schriftlich und auch per Foto festhältst. Deine Nachbarn kannst Du im Zweifelsfall auch als Zeugen aufführen. Die Versicherung kann sich dann auch noch nach den ersten notdürftigen Reparaturen ein genaues Bild vom ursprünglichen Schaden machen.

· Absprache mit der Versicherung
Nachdem alle Schäden festgehalten wurden, kannst Du damit beginnen die Kostenvoranschläge für die Reparaturen einzuholen und diese an die Versicherung weiterzuleiten.

· Sturm gilt erst ab Windstärke 8
Ob Wohn­gebäude- und Hausratversicherungen für Deinen Schaden aufkommen, hängt von den gemessenen Windgeschwindigkeiten während des Sturms ab. Erst ab Wind­stärke 8, (62 bis 74 Stundenkilo­meter) hast Du Aussicht auf Ersatz. (Bei dem gestrigen Orkan wurde die Stufe 8 erreicht!)

Die genauen Windgeschwindigkeiten kannst du beim Deutschen Wetter­dienst erfragen.  www.dwd.de

· Unwetterschäden am Haus
In der Regel ersetzt die Wohngebäudeversicherung die Kosten für Schäden am Haus durch umge­knickte Bäume, abge­deckte Dächer und umge­stürzte Schorn­steine. Bei dem Abschluss deiner Versicherung solltest du darauf achten, dass auch Nebengebäude auf deinem Grundstück, wie z.B. das Garten­haus oder die Garage mit versichert werden.

· Unwetterschäden im Haus
Bei Schäden innerhalb deines Hauses haftet deine Hausratversicherung. (Beispielsweise bei Wasserschäden an deiner Wohnungseinrichting durch ein beschädigtes Hausdach). Wichtig hierbei zu beachten ist, dass selbstverschuldete Schäden z.B. durch ein versehentlich offen gelassenes Fenster, nicht von deiner Versicherung übernommen werden.

· Überschwemmungen im Keller
Deine Hausrat- oder Gebäudeversicherung greift in diesem Fall nur dann, wenn du eine Erweiterung des Versicherungsschutzes auf sogenannte „Elementarschäden“ vereinbart hast.

· Schäden beim Nachbarn
Wurde beispielsweise der PKW deines Nachbarns durch herabstürzende Dachziegel deines Dachs beschädigt, kommt deine Haftpflichtversicherung hierfür auf.

 

Wir hoffen, dass ihr den gestrigen Sturm wohlbehalten überstanden habt!
Euer Team von boksteen & friends

 

Foto: shutterstock.com

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