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26.10.2011

Der sympathische Anwalt

Neukölner Strasse in Oberhausen-Schmachtendorf. Wir befinden uns mitten im Ruhrpott, aber haben das Gefühl auf einer Dorfstrasse in der Pfalz zu stehen. Gemütliche Ein- und Zweifamilienhäuser, zwischendurch ein Feld und die Bewohner scheinen sich der Vorgartenpflege verschrieben zu haben. An der Tür prangt es:

„Tobias Ehmann, Rechtsanwalt und Mediator.“

Ein Ortstermin, nur mit verkehrter Rollenverteilung. Wir kommen und stellen die Fragen, der freundliche Herr Anwalt gibt die Antworten. Uns fällt sofort auf: Er ist kein Winkeladvokat, keiner mit Einstecktuch und hochgezogener Nase, sondern einer von der Straße, einer aus dem Pott. Mit einem freundlichen Lächeln empfängt er unser Team. Wir wollen ein bißchen „schnüffeln“, hinter die Kulissen schauen und die Arbeitswelt von Tobias Ehmann (37) zeigen. Nachdem alle mit ausreichend Kaffee und leckeren Teilchen vom Bäcker um die Ecke versorgt sind, legen wir los.

Herr Ehmann, was hat Sie nach Schmachtendorf gezogen?

Nachdem ich lange in einer Bürogemeinschaft in der „Neuen Mitte“ von Oberhausen tätig war, habe ich 2007 den Entschluss gefasst, mich beruflich neu aufzustellen. Dazu gehörte dann auch die Frage, wo mein neuer Kanzleisitz sein sollte. Ich wollte immer ein wenig im „grünen Arbeiten“ und der Hektik ein wenig entfliehen. Der Ortsteil Schmachtendorf bietet diese Gelegenheit. Hier herrscht Leben und Ruhe zugleich. Hinzu kommt, dass ich hier im Laufe der Zeit auch den passenden Geschäftspartner für meine Bürogemeinschaft gefunden habe, Herrn StB André Kreienberg. Unsere Bürogemeinschaft, wie Sie jetzt besteht, haben wir im August 2010 gegründet.

Wo sind Sie aufgewachsen?

In Osterfeld, einem der drei Stadtteile Oberhausens. Dort lebt meine Familie seit vier Generationen. Ich fühle mich fest mit diesem Stadtteil verbunden.

Wo waren Sie sonst noch in Deutschland und auf der Welt. Warum bleiben Sie Oberhausen treu?

Privat faszinieren mich Fernreisen. In Deutschland bin ich beruflich zumeist in Hamburg, Hessen und NRW unterwegs. Und auch dort gibt es schöne Städte, die mich ansprechen. Aber Oberhausen und das Ruhrgebiet haben halt einen besonderen Charme. Gerade das Potential, dass ich in dieser Region sehe, hält mich hier. Umso betrübter bin ich, wenn ich sehe, über welchen Schwachsinn sich die Kommunalpolitiker in Oberhausen – aber leider auch die Landespolitik – erfolglos streiten und nicht in der Lage zu sein scheinen, im Sinne eines gemeinsamen Ziels wirkungsvolle Arbeitsergebnisse zu erzielen. Aber das ist ein ganz anderes Thema…

Was bedeutet Ihnen das Ruhrgebiet?

Kurz gesagt zwei Worte: Heimat. So gerne ich auch an Wochenenden die Ruhe und Entspannung suche, ist dies der Ort, an den es mich immer wieder zurückzieht.

Warum sind Sie Anwalt geworden?

Um mit 35 meine erste Millionen verdient zu haben… habe ich zumindest während der Schulzeit immer gedacht. Später wurden die Vorstellungen dann realistischer. Mir macht es einfach Spaß, mit und für Menschen zu arbeiten und Lösungswege zu finden. Ist eine Sache wenig erfolgversprechend, sage ich dies ebenfalls ohne zu zögern. Manche Mandanten sind dann erstaunt – vielleicht auch, weil sie dies nicht hören wollten. Aber als Anwalt hafte ich nicht nur für meinen Rat, sondern fühle mich auch moralisch verpflichtet, nach meiner Überzeugung zu handeln. Ich mache den Job eben nicht nur, um Geld zu verdienen ….

Wie haben Sie den Schritt in die Selbständigkeit gewagt?

Quasi aus dem Nichts und ohne wirklich zu wissen, welche finanziellen Gefahren tatsächlich überall lauern. Aber ich hatte damals einen guten Start und konnte mich schließlich auf dem hart umkämpften Markt etablieren. Im Jahre 2003 habe ich während meines Rechtsreferendariats in einer mittelständischen Kanzlei angefangen zu arbeiten – und viel gelernt. Von Kanzleiorganisation, Mandantengespräche, Mitarbeiterführung in der Wirtschaft und vor allem, dass Recht haben und Recht bekommen nicht dasselbe sein muss.

Was macht ein Mediator?

Wenn er sein Handwerk versteht, bildet er die kommunikative Brücke zwischen den Streitenden und führt die Verhandlungen durch bestimmte Techniken. Optimaler Weise schafft er es so, dass die Medianten, also die sich konfliktführenden Beteiligten, nach einer oder mehreren Sitzungen eine nachhaltige Lösung des Problems erarbeiten, die von allen Beteiligten akzeptiert und daher von Bestand sein wird.

Wie leben Sie privat?

Privat halt. Seht mir nach, dass ich dies auch so halte.

Wie sieht ihre Traumimmobilie aus?

Das ändert sich regelmäßig. Ich „verliebe“ mich immer wieder mal in eine Immobilie. Wenn ich jetzt entscheiden müsste und das notwendige Kleingeld hätte, würde ich die Fa. boksteen Immobilien beauftragen, mir ein Forsthaus mit kleinem Waldgrundstück zu suchen…

Dürfen wir nochmal wiederkommen?

Sehr gerne! Ich freue mich. Und bringt das nächste Mal Kuchen mit …

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